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Projekt "Wir am Asenberg"

Fotos Nachbarschaftsfest Nov. 2010

Engagierte ältere Mitbürger

„Alter schafft Neues – Aktiv im Alter“

 Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden,

sonst kriegen wir eine, die wir nicht wollen. Joseph Beuys

Seit fast drei Jahren arbeiten die MitarbeiterInnen des Vereins „Soziale Altendienste Lippe e.V. (SAD-Lippe e.V.) gemeinsam mit der Wohnbau Lemgo im Nachbarschaftshilfezentrum „An der Landwehr“ in Bad Salzuflen. Dort leben in einer Hausgemeinschaft Menschen mit Hilfebedarf, gleichzeitig ist dort ein Treffpunkt für die Menschen aus dem Quartier entstanden.

Das besondere Anliegen des Nachbarschaftshilfezentrums: Mitverantwortung für das nachbarschaftliche Umfeld und das Wohnquartier zu übernehmen und sich für das Zusammenleben der Generationen engagieren, wollen die beiden Partner des Projektes (Wohnbau Lemgo/ SAD-Lippe e.V.) auch in Zukunft weiter stärken.

Diese Idee des „Wohnens und Lebens in einer  Nachbarschaft“ ist auch Ziel eines Projektes der Stadt Bad Salzuflen. Aus diesem Grund hat sich die Stadt Bad Salzuflen dem Projekt „Alter schafft Neues – Aktiv im Alter“ des Landes Nordrhein-Westfalen angeschlossen. Dieses Projekt fördert Angebote, die von älteren Menschen auf freiwilliger Basis selbst entwickelt und durchgeführt werden und die ihnen Spaß machen. So entstehen für ältere Menschen in unserer Stadt neue Möglichkeiten, ihr Lebensumfeld aktiv mit zu gestalten. Die Stadt Bad Salzuflen kann und will auf engagierte ältere Mitbürger nicht verzichten.

Ältere Menschen, die sich für Nachbarschaft einsetzen, äußern sich z.B.:

1. Ich möchte das Bild der „Neuen Alten“ mit prägen.

2. Ich halte mich dadurch länger geistig beweglich, erwerbe mir Anerkennung und Respekt.

3. Ich schaffe mir vielfältige soziale Kontakte und arbeite aktiv gegen Vereinsamung im Alter.

4. Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich nicht nur um mich selbst kreise.

 

Machen Sie mit ...

wenn Sie Ihr Wissen, Ihre Erfahrungen und Ihre Kompetenzen an andere Menschen weitergeben möchten
wenn
Sie sich ehrenamtlich engagieren möchten,
wenn
Sie eine sinnvolle Aufgabe suchen

Ein erster gemeinsamer Schritt ist eine Befragung der BewohnerInnen des Wohnquartieres „An der Landwehr“.

Die Umfrage soll dabei helfen, die Interesse und Bedürfnisse der BewohnerInnen besser kennen zu lernen. Tragen auch Sie zur Verbesserung der Lebensqualität in unserem Wohnquartier bei und unterstützen Sie die Fragebogenaktion.

Denn erst aktive Bürgerinnen und Bürger machen eine Kommune lebenswert.

 

Ziel des Projektes: Wohnen und Mitwirken

Das besondere Anliegen des Nachbarschaftszentrums ist die Aktivierung der Anwohner im Sinne einer Mitgestaltung und Mitverantwortung für das nachbarschaftliche Umfeld und eines generationsübergreifenden Dialogs.
Diese Aktivierung soll erreicht werden,

  • in dem die Anwohner in Hinblick auf ihre Wünsche und Bedürfnisse befragt und somit bedarfsorientierte Mitwirkungsstrukturen im Quartier entwickelt werden.
  • in dem das Nachbarschaftszentrum den organisatorischen und administrativen Hintergrund für eigene Projekte  und Aktivitäten der engagierten Quartiersbewohner bietet. So sollen die Anwohner die ermittelten Wünsche und Bedarfe selbständig oder mit professioneller Unterstützung entwickeln und umsetzen können
  • in dem das Nachbarschaftszentrum als niederschwellige Anlaufstelle für Beratung, Information und Geselligkeit attraktiv und präsent ist.

Geplante Maßnahmen

Aktivierende Bürgerbefragung/ Identifizierung von Sozialräumen

Mit Hilfe einer aktivierenden Bürgerbefragung sollen Wünsche und Bedarfe ermittelt werden.
Ein Schwerpunkt der Befragung bezieht sich auf die Bereitschaft der Anwohner, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Der Fragebogen wurde bereits entwickelt und ist in Anlage beigefügt.

Bildung eines Stadteilarbeitskreises
Es soll ein Stadtteilarbeitskreis initiiert werden, der sich zusammensetzt aus hauptamtlich Tätigen unterschiedlicher Bereiche vor Ort (ambulante und stationäre Einrichtungen, Vertreter aus Politik und Kirche etc.) sowie ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern.
Ziel ist, die ermittelten Bedarfe zu diskutieren und einen gemeinsamen Handlungsrahmen/ Maßnahmenkatalog für das Quartier zu definieren.

Aktivierung und Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements
Die schrittweise Umsetzung der ermittelten Bedarfe soll im Sinne der dargestellten Zielformulierung unter Mitwirkung der Anwohner erfolgen.
Es müssen daher Strukturen geschaffen werden, die dies begünstigen.

Das Nachbarschaftszentrum will hier niederschwellig und konkret einen entsprechenden Rahmen bieten, in dem die vorhandenen Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden und von hier aus eine Honorarkraft als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht, die insbesondere in der Anfangsphase die selbständigen Projekte begleitet und unterstützt.

Martin Broeker
Geschäftsführung
Soziale Altendienste Lippe e.V.