
Engagierte ältere Mitbürger
„Alter schafft Neues – Aktiv im Alter“
Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden,
sonst kriegen wir eine, die wir nicht wollen.
Joseph Beuys
Seit fast drei Jahren
arbeiten die MitarbeiterInnen des Vereins
„Soziale Altendienste Lippe e.V. (SAD-Lippe
e.V.) gemeinsam mit der Wohnbau Lemgo im
Nachbarschaftshilfezentrum „An der Landwehr“ in
Bad Salzuflen. Dort leben in einer
Hausgemeinschaft Menschen mit Hilfebedarf,
gleichzeitig ist dort ein Treffpunkt für die
Menschen aus dem Quartier entstanden.
Das besondere Anliegen des
Nachbarschaftshilfezentrums: Mitverantwortung
für das nachbarschaftliche Umfeld und das
Wohnquartier zu übernehmen und sich für das
Zusammenleben der Generationen engagieren,
wollen die beiden Partner des Projektes (Wohnbau
Lemgo/ SAD-Lippe e.V.) auch in Zukunft weiter
stärken.
Diese Idee des „Wohnens und
Lebens in einer
Nachbarschaft“ ist auch Ziel eines
Projektes der Stadt Bad Salzuflen.
Aus diesem Grund hat sich die Stadt Bad
Salzuflen dem Projekt „Alter schafft Neues –
Aktiv im Alter“ des Landes Nordrhein-Westfalen
angeschlossen. Dieses Projekt fördert Angebote,
die von älteren Menschen auf freiwilliger Basis
selbst entwickelt und durchgeführt werden und
die ihnen Spaß machen. So entstehen für ältere
Menschen in unserer Stadt neue Möglichkeiten,
ihr Lebensumfeld aktiv mit zu gestalten. Die
Stadt Bad Salzuflen kann und will auf engagierte
ältere Mitbürger nicht verzichten.
Ältere Menschen, die sich
für Nachbarschaft einsetzen, äußern sich z.B.:
1. Ich möchte das Bild der „Neuen Alten“ mit
prägen.
2. Ich halte mich dadurch länger geistig
beweglich, erwerbe mir Anerkennung und Respekt.
3. Ich schaffe mir vielfältige soziale Kontakte
und arbeite aktiv gegen Vereinsamung im Alter.
4. Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich nicht
nur um mich selbst kreise.
Machen Sie mit ...
wenn
Sie Ihr Wissen, Ihre Erfahrungen und Ihre
Kompetenzen an andere Menschen weitergeben
möchten
wenn
Sie sich ehrenamtlich engagieren möchten,
wenn
Sie eine sinnvolle Aufgabe suchen
Ein erster gemeinsamer Schritt ist eine
Befragung der BewohnerInnen des Wohnquartieres
„An der Landwehr“.
Die Umfrage soll dabei helfen, die Interesse und
Bedürfnisse der BewohnerInnen besser kennen zu
lernen. Tragen auch Sie zur Verbesserung der
Lebensqualität in unserem Wohnquartier bei und
unterstützen Sie die Fragebogenaktion.
Denn erst aktive Bürgerinnen und Bürger
machen eine Kommune lebenswert.
Ziel des Projektes: Wohnen und Mitwirken
Das besondere Anliegen des
Nachbarschaftszentrums ist die Aktivierung der
Anwohner im Sinne einer Mitgestaltung und
Mitverantwortung für das nachbarschaftliche
Umfeld und eines generationsübergreifenden
Dialogs.
Diese Aktivierung soll erreicht werden,
-
in dem die Anwohner in Hinblick
auf ihre Wünsche und Bedürfnisse
befragt und somit
bedarfsorientierte
Mitwirkungsstrukturen im
Quartier entwickelt werden.
-
in dem das Nachbarschaftszentrum
den organisatorischen und
administrativen Hintergrund für
eigene Projekte
und Aktivitäten der
engagierten Quartiersbewohner
bietet. So sollen die Anwohner
die ermittelten Wünsche und
Bedarfe selbständig oder mit
professioneller Unterstützung
entwickeln und umsetzen können
-
in dem das Nachbarschaftszentrum
als niederschwellige
Anlaufstelle für Beratung,
Information und Geselligkeit
attraktiv und präsent ist.
Geplante Maßnahmen
Aktivierende Bürgerbefragung/ Identifizierung
von Sozialräumen
Mit Hilfe einer aktivierenden Bürgerbefragung
sollen Wünsche und Bedarfe ermittelt werden.
Ein Schwerpunkt der Befragung bezieht sich auf
die Bereitschaft der Anwohner, sich ehrenamtlich
zu engagieren.
Der Fragebogen wurde bereits entwickelt und ist
in Anlage beigefügt.
Bildung eines Stadteilarbeitskreises
Es soll ein Stadtteilarbeitskreis initiiert
werden, der sich zusammensetzt aus hauptamtlich
Tätigen unterschiedlicher Bereiche vor Ort
(ambulante und stationäre Einrichtungen,
Vertreter aus Politik und Kirche etc.) sowie
ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und
Bürgern.
Ziel ist, die ermittelten Bedarfe zu diskutieren
und einen gemeinsamen Handlungsrahmen/
Maßnahmenkatalog für das Quartier zu definieren.
Aktivierung und Stärkung des bürgerschaftlichen
Engagements
Die schrittweise Umsetzung der ermittelten
Bedarfe soll im Sinne der dargestellten
Zielformulierung unter Mitwirkung der Anwohner
erfolgen.
Es müssen daher Strukturen geschaffen werden,
die dies begünstigen.
Das Nachbarschaftszentrum will hier
niederschwellig und konkret einen entsprechenden
Rahmen bieten, in dem die vorhandenen
Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden und
von hier aus eine Honorarkraft als
Ansprechpartnerin zur Verfügung steht, die
insbesondere in der Anfangsphase die
selbständigen Projekte begleitet und
unterstützt.
Martin Broeker
Geschäftsführung
Soziale Altendienste Lippe e.V.